Rückstau in der Kanalisation und die Probleme bei dem Versuch der Abhilfe

Starker Regen wird immer häufiger. Hierfür ist die Kanalisation nicht ausgelegt.  Die Folge: Rückstau. - Bild: ©iStockphoto.com

Starker Regen wird immer häufiger. Hierfür ist die Kanalisation nicht ausgelegt.
Die Folge: Rückstau. – Bild: ©iStockphoto.com

Um zu verstehen, wie eine Rückstausituation zustande kommt, sollte man sich zuerst mit der Art der Kanalisation vertraut machen.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten der Entwässerung; Trennsystem (Trennkanalisation) und Mischsystem (Mischkanalisation).

Bei der Trennkanalisation werden die Schmutzwässer aus den häuslichen Entwässerungsstellen (Waschmaschine, Toiletten, Waschbecken, Bodenabläufe etc.) von dem anfallenden Niederschlagsabwässern (Dachentwässerung, Hofabläufe etc.) durch separat verlegte Leitungen (meist DN 100 / Rohrdurchmesser 10cm, DN 150 / 150cm oder auch DN 200 / 20cm) in das ebenfalls separat verlegte Kanalnetz geführt. Meist erkennt man die Trennkanalisation schon daran, dass sich vor dem Hause zwei Hausübergabeschächte, auch Revisionsschächte genannt, befinden.

Rückstauprobleme können hier in Einzelfällen durch Verstopfung oder durch Fremdwassereinlauf (Regenwasser strömt in den Schmutzwasserkanal) entstehen.

Bei der Mischkanalisation werden die Schmutz- und Regenabwässer in nur einem Kanal verlegt. Das heißt alle Entwässerungsstellen, ob Hofablauf, Dachentwässerung, Toiletten, Duschen etc. werden über gleiche Entwässerungsleitung in das öffentliche Netz geführt. Das hat den Vorteil, dass weniger Verstopfungen entstehen, da bei Regen feste Stoffe, zum Beispiel Fäkalien schnell weggespült werden.

Der Nachteil ist, dass durch Überlastung der Leitungen sich die Abwässer anstauen können. Ein Ansteigen des Abwasserpegels, z.B. durch starken Regen hat oft ein Eindringen in Kellerräume, aber auch in Erdgeschosse zur Folge. Starkregenereignisse haben in der letzten Zeit merklich zugenommen.

Ein Rückstauverschluss ist im Mischwasserkanal keine geeignete Lösung

Ohne einer wirksamen Lösung für den Rückstauschutz hat man bei Starkregen schnell Schmutzwasser im Keller. - Bild: ©Aqua-Ing

Ohne einer wirksamen Lösung für den Rückstauschutz hat man bei Starkregen schnell Schmutzwasser im Keller. – Bild: ©Aqua-Ing

Ein Lösungsansatz gegen Rückstau bietet zum Beispiel ein automatischer Rückstauverschluss, der durch eine angetriebene Kraft bei Rückstaugefahr selbsttätig schließt. Den besten Schutz bietet eine Hebeanlage.

Der Einbau ist leider meist bei der Mischkanalisation nicht so leicht umsetzbar, weil diese oben genannten Rückstausicherungsmaßnahmen an der richtigen Stelle des Entwässerungssystems platziert sein müssen.

 

Würde man eine Rückstausicherung einfach am Ende aller Leitungen zur Absperrung des Kanals einbauen, würde zwar kein ansteigendes Abwasser mehr von den Kanalnetz der Strasse in Richtung Haus drücken, aber das von Hause her anfallende Regen- und Schmutzwasser wird dann auch nicht mehr in den Straßenkanal ablaufen können. An dieser Stelle müsste es dann per Pumpwerk in den öffentlichen Kanal gedrückt werden.

Eine automatische Rückstausicherung muss daher vor der Schmutzwasserleitung platziert werden. Das Gleiche gilt für eine Hebeanlage. Die Regenwasserleitung darf erst hinter der Rückstausicherung einlaufen, bzw. zugeführt werden. Da alle Leitungen (Regen- und Schmutzwasserleitungen) meist unter dem Gebäude an mehreren Stellen zusammen geführt sind, ist oft eine völlig neue Verlegung ausschließlich der Regenwasserleitungen um das Gebäude herum bis hinter den Rückstauverschluss erforderlich. Die alten Regenwasserleitungen werden dabei stillgelegt. Die Kosten für die Umlegung der Abwasserleitungen sind meist sehr hoch, da gepflasterte Wege und Terrassen aufgegraben werden
müssen. Bei der Reihenhausentwässerung oder längeren Gebäuden besteht meist noch nicht einmal die
Möglichkeit einer Umverlegung der Regenabwasserleitungen hinter die Rückstausicherung.

RKS 800 – Die Lösung bei Rückstau im Mischwasserkanal

Das System RKS 800 von Con-Pat bietet an diesem Punkt ungeachtet aller örtlichen Begebenheiten die günstigere und vor allem robustere Lösung an. Die richtige und frei zugängliche Stelle für die Platzierung ist dabei immer der Hausübergabeschacht vor dem Gebäude. An dieser Stelle kann die Absperrung des Kanals, so wie die Druckentwässerung stattfinden. Alle Leitungen in dem Gebäude und um das Gebäude sind vor Rückstaugefahr rundum geschützt.

 

Hinweis: Weiterführende Informationen zum Thema Rückstau finden Sie im Rückstau-Handbuch der Firma Aqua-Ing.

 

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